"NOUVELLE VAGUE ansehen ist wie die Postkarte eines Freundes erhalten, der, um seine Freundschaft zu beweisen, ein Dichterwort über die Freundschaft geschickt hat. Die beste Art, ihm zu antworten - wenn man überhaupt Lust hat, zu ihm zu sprechen - bleibt, selber auf die Suche nach einem Zitat aufzubrechen, einem Verwandten, um einen Wiederhall zu geben." (Libération)
"Ein Film von Godard ist immer wie ein Würfelbecher oder ein Shaker- jedem sine eigene Leidenschaft. Man schüttelt darin sehr schöne Frauen, viel Liebe, eine Spur Ironie. Weil er so viele grossartige Sätzte geerntet hat im Lauf seiner Lektüren, hat sich Godard erlaubt, seinen Film nicht zu signieren - er taucht im Nachspann ganz einfach nicht auf. Es ist einer der schönsten, die er erfunden hat, un er konnte es nur werden durch sein teuflisches und grosszügiges Auge." (Le Monde)
"Der erste Mann, die erste Frau... oder die letzten: eine Schlaufe, die sich endlos in der Kakophonie der ewigen Wahrheiten und der auswendig gelernten Worte dreht. Man wir eingenommen von der Schönheit der Worte, von der Tiefe der Aphormismen. Und diese Dialoge nehmen Teil am Traum eines totalen Kinos, wo Bilder, geschriebener Text, Töne sich unentwirrbar vermischen, sich aufheben und sich ergänzen. Denn NOUVELLE VAGUE ist zuerst ein Vergnügen der Sinne. Die Wettsumme Godards: dem Kino geben, was des Kinos ist. Und man darf schliessen mit der Abwandlung eines Satzes im Film: Gebt ihm ein Wort, und er macht ein Bild daraus." (Le Quotidien)
"Rhytmisch wie ein Tennis Match, schön wie ein Gedicht... Das Werk entziffert sich fortlaufend, ein bisschen wie ein Krimi von rätselhafter Gestalt, der mit der Wahrheit Verstecken spielte. Godard, Stil NOUVELLE VAGUE, sieht sich ganz einfach als der Organisator der Gedanken anderer." (24 heures)