2004 · 114 Minuten · Spielfilm · mit Laure Duthilleul, Jacques Martial, Betsabée Haas, Eliane Boisgard, Jacqueline Bronner
Synopsis
Ich sah, was passierte: Raye ging von zu Hause weg. Warum? Um zu sehen, was da draussen auf sie wartete. Europa! Es kam nicht darauf an, wohin sie ging, die Mittelmeerküste, Strasbourg, Zürich, Berlin, sie ist jung. Dann ging ihr Vater, Abel. Vielleicht wollte er etwas erleben. Auf dem Schiff passierte einiges, aber erst in Odessa ging es wirklich los. So blieb Nellie ganz allein. Vielleicht hätte sie es selbst nie sagen können, aber sie brauchte das Alleinsein. Deshalb schickte sie Raye und Abel fort. Ohne sich vom Fleck zu bewegen, musste Nellie ihre eigene Reise machen, auch wenn sich alles um sie herum - in ihrem Mikroskop, bei ihrer Arbeit - sehr schnell bewegte. Gemeint ist diese Art von Reise, die jeder von uns einmal gemacht hat. Ich weiss es, ich war da.
"Die Grenze zur Bildmalerei ist erreicht." (Reihnländische Post Düsseldorf)
"Robert Kramers Bilder prägen sich ein, obwohl sie eher 'flüchtig' sind. Wie in Seitenblicken erhaschte Gesten und Gestalten." (epd Film)
"Walk the Walk gleicht nichts Bekanntem. Von der Camargue nach Odessa kommend, einmal himmelhoch jauchzend, einmal zu Tode betrübt, handelt es sich bei diesem Film ein weiteres Mal um einen Nomadenfilm, - wie sein Regisseur der auch ein Nomade ist." (Libération)
"Und so erzählt 'Walk the Walk' über das Sehen und über das Gesehene und lässt die Fiktion mit dem Eigenleben der Schauplätze in eins fallen. Nicht die Handlung macht den Film aus und nicht ein reissender Bilderfluss, indem uns Sehen und Hören vergehen, sonder die Orte, Landschaften sind es. Das Sehen - und das Sehen mit eigenen Augen - ist eine Sache auch der Zeit. Robert Kramer nimmt, während er vom Aufbrechen, vom Unterwegssein, vom Suchen erzählt, den Augenblick ernst, jeden einzelnen, und fügt die vielen Augenblicke zu einem grossen weiten Raum." (Basler Zeitung, 13.07.1996)