Satantango von Béla Tarr

2004 · 435 Minuten · Spielfilm · mit Mihály Víg, Dr. Outyi Hoerváth, Erika Bók, Peter Berling, Miklós B. Székely, Lászlo Fe Lugossy, Èva Almási Albert, Alfréd Járay, Erzsébet Gaál, János Derzsi, Irén Szajki

Synopsis

Der Film spielt in der ungarischen Tiefebene, wo alles waagrecht ist, wo menschliche Siedlungen unendlich weit voneinander entfernt liegen. Die Helden unserer Geschichte leben auf einer verlassenen landwirtschaftlichen Maschinenstation, die aus jeglicher Produktionstätigkeit ausgeschaltet ist. Für diese Menschen sind alle Werte, an die sie ihren Lebensinhalt knüpfen können, längst aufgehoben; alles hat sich in der Zeit aufgelöst im periodischen Wechsel der Jahrhunderte - allmählich sind auch die Menschen in Verwesung übergegangen.

Das alles vernichtende Gefühl des Alleingelassenseins wird nur von einer einzigen Sehnsucht gebrochen, von der immer stärker werdenden Sehnsucht nach Flucht. Alle schmieden kleinkarierte Pläne, selbstverständlich einer auf Kosten des anderen, alle geben sich der Illusion hin, dass die bessere Zukunft in der Ausplünderung und im Betrügen der anderen liegt. Doch sind diese niederträchtigen Pläne zum Scheitern verurteilt, weil ihre Urheber an einem fatalen Mangel an Selbstvertrauen leiden und wegen ihrer Unentschlossenheit nichts verwirklichen können. In der Tat warten alle auf einen Heiland, der sie von dem verkrüppelten Alltag, dem alles verschluckenden Regen, dem Dreck und all ihren Sünden erlöst.

Informationen

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